Es ist wichtig dabei ein Gleichgewicht zwischen Nutzen und Kosten einer Anforderung herzustellen. Je weniger mehrdeutig und genauer eine Anforderungen ist, desto geringer das Risiko von teuren Nacharbeiten.

Stakeholder können unterschiedliche Bedürfnisse und Standpunkte haben. Es reicht daher nicht aus, nur Anforderungen von direkt ersichtlich relevanten Stakeholdern zu sammeln. Die Aufgabe des Anforderungsvermittlers ist es Konflikte zu identifizieren und zu lösen.

Es gibt zwei Arten von einem gemeinsamen Verständnisses. Ein explizites gemeinsames Verständnis wird durch dokumentierte und vereinbarte Anforderungen erreicht. Wobei ein implizites gemeinsames Verständnis auf gemeinsamem Wissen über Bedürfnisse, Visionen, Kontext usw. basiert. Wichtig ist dabei zu beachten, dass implizites als auch explizites gemeinsames Verständnis falsch sein können. Daher nie blind auf ein vermeintliches gemeinsames Verständnis verlassen.

Empfehlung

Es ist essentiell das Anforderungsdokument Schritt für Schritt zu sichten und ggf. zu gruppieren. Dabei sollen Anforderungen gemäß Gruppierung zusammenführt werden. Insbesondere Widersprüche zwischen Anforderungen sollten so aufgelöst werden. Wenn zwischen Stakeholdern Konflikte bestehen, sollten diese identifiziert und analysiert werden. Dabei sollten Stakeholder ggf. erneut befragt und eine Klärung herbeigeführt werden. Die Aufgabe besteht darin die Konfliktlösung zu begleiten / durchzuführen (siehe Aktivität „Kommunikation fördern“).

Werkzeuge

Typische Konfliktlösungstechniken sind die Einigung, Kompromiss, Abstimmung, Variantenbildung, Ober-Sticht-Unter, Consider-All-Facts, Plus-Minus-Interesting oder eine Entscheidungsmatrix. Des Weiteren kann das Konfliktlösungsmodell nach „Glasl“ angewendet werden.

Ergebnis

Ziel dieser Aktivitätsgruppe ist es konsolidierte Anforderungen zu haben, Konflikte aufgelöst und beseitigt zu haben. Ferner sind die Stakeholder über das Ergebnis der Konfliktlösung informiert.

Sie brauchen Hilfe? Lassen Sie sich von uns unverbindlich beraten.